Prof. Dipl.-Ing. Christian Werthmann

© Julian Martitz
Prof. Dipl.-Ing. Christian Werthmann
Adresse
Herrenhäuser Straße 2A
30419 Hannover
Gebäude
Raum
101
© Julian Martitz
Prof. Dipl.-Ing. Christian Werthmann
Adresse
Herrenhäuser Straße 2A
30419 Hannover
Gebäude
Raum
101
Funktionen
Dekanin/Dekan
Fakultät für Architektur und Landschaft
Dekanin/Dekan
Dekanat der Fakultät für Architektur und Landschaft
Geschäftsführende Leitung
Institut für Landschaftsarchitektur
Vorstand
Institut für Landschaftsarchitektur
Stellvertretung der BAföG-Beauftragten
Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, B.Sc., Landschaft
BAföG-Beauftragte Landschaft
Vertretung der Professorinnen und Professoren
Auswahlkommission Master Landschaftsarchitektur
Professorinnen und Professoren
Institut für Landschaftsarchitektur
Professorinnen und Professoren
Landschaftsarchitektur und Entwerfen

Christian Werthmann vertritt seit 2012 das Fachgebiet Landschaftsarchitektur und Entwerfen an der Leibniz Universität Hannover. Er war in den späten 80er Jahren als praktizierender Landschaftsarchitekt in Deutschland (Latz und Partner) und ab 1997 an der Westküste der USA tätig (Hargreaves Associates, Peter Walker and Partners). 2004 begann er an der Graduate School of Design der Harvard Universität zu forschen und zu lehren. Dort lag sein Fokus auf der gestalterischen Integration von grüner Infrastruktur in schnell wachsenden Städten, speziell in den informellen Siedlungen Lateinamerikas. Mehrere Buchpublikationen sowie die Organisation von Ausstellungen und Konferenzen folgten.

Aktuell arbeitet er an:

  • Freiraumgestalterische Anpassung an den Klimawandel
  • Landschaftsarchitektur für benachteiligte Bevölkerungsgruppen
  • Freiraumgestaltung als Gesundheitsvorsorge
  • Straßenumbau

  • Biographie

    Christian Werthmann ist Professor für Landschaftsarchitektur und Entwerfen an der Leibniz Universität Hannover. 

    Als praktizierender Landschaftsarchitekt hat Werthmann große Bauprojekte in weltbekannten Designbüros in Deutschland und den USA realisiert. Als Wissenschaftler hat er zahlreiche Bücher und Artikel geschrieben, weltweit ausgestellt und auf internationalen Konferenzen über Landschaft und Urbanismus gesprochen. Er ist auch als Kurator und Co-Kurator von interdisziplinären Symposien tätig. Seine Forschung konzentriert sich auf die Möglichkeiten der Landschaftsarchitektur in stark urbanisiertem, sozial konfliktreichem und risikoreichem Terrain. Mit seiner Arbeit gehört er zu einer kleinen, aber wachsenden Gruppe von Landschaftsarchitekten, die sich in informellen Städten und Katastrophengebieten engagieren, wo er technische Innovationen mit sozialen und natürlichen Systemen überlagert, um produktive und ansprechende öffentliche Räume zu schaffen. 

    Bis 2012 war Werthmann außerordentlicher Professor und ehemaliger Direktor des Master-Studiengangs für Landschaftsarchitektur an der Harvard Graduate School of Design. Ein Teil seiner dortigen Forschungsarbeit mündete in dem Buch "Green Roof: A Case Study" (Princeton Architectural Press, 2007), das inzwischen zu einem festen Bestandteil der Lehrpläne nordamerikanischer Designschulen geworden ist. Seit 2007 konzentriert sich Werthmann auf das Phänomen des informellen Urbanismus als dominierende Kraft des urbanen Wachstums auf dem Planeten. Im Frühjahr 2008 veranstaltete er zusammen mit dem Landschaftstheoretiker John Beardsley eine Wanderausstellung mit dem Titel "Dirty Work: Transforming the Landscape of Nonformal Cities in the Americas", in der landschaftsbasierte Projekte im informellen Sektor von sieben lateinamerikanischen Städten vorgestellt wurden. Außerdem gab er den Studioreport "Tactical Operations in the Informal City" (2009) heraus, der von der American Society of Landscape Architects mit dem 2010 Award in Communication Excellence ausgezeichnet wurde und als eine der ersten akademischen Ressourcen gilt, die landschaftsbasierte Visionen für informelle Städte vorstellen. 

    Aufgrund seiner innovativen, risikobezogenen Forschungsuntersuchungen wurde Werthmann mit dem renommierten Hans-Fischer-Senior-Stipendium der Technischen Universität München ausgezeichnet (2011), wo er zwei große Konferenzen zur informellen Urbanisierung kuratierte (Metropolis Nonformal, 2011 und 2013). Basierend auf diesen Konferenzen veröffentlichte er zusammen mit der Journalistin Jessica Bridger ein Buch über die strategischen Ansätze von 25 Experten zur informellen Urbanisierung (Metropolis Nonformal, 2015).

    Seit 2011 liegt sein Schwerpunkt auf landschaftsbasierten Resilienzstrategien für einkommensschwache Gemeinden, die von Naturkatastrophen bedroht sind. Die darauf folgenden Arbeiten umfassten Studien für Gemeinden nach dem Erdbeben in Haiti (gemeinsam mit MIT und Harvard), Strategien für die informelle Urbanisierung in den erdrutschgefährdeten Hügeln von Medellin, Kolumbien (Rehabitar la ladera, 2014, Inform@risk, 2022) und Studien zu Überschwemmungsproblemen in São Paulo (2015). Im Jahr 2017 kuratierte er die Konferenz Dangerous Landscapes im Schloss Herrenhausen in Hannover. Basierend auf dieser Arbeit ko-kuratierte er die Ausstellung "out there. Landschaftsarchitektur auf globalem Terrain" im Architekturmuseum der Technischen Universität München (2017), die anschließend im Museum Schloss Herrenhausen in Hannover gezeigt wurde (2018).

    Seine neueste Monografie "Informal Urbanization in Latin America. Collaborative Transformations of Public Spaces" (2021) erforscht landschaftsarchitektonische Interventionen in der informellen Urbanisierung über lange Zeiträume.

  • Vita