Rückblick auf den Wochenstegreif im Hospizgarten Barsinghausen

© Genia Wackerhahn

Zum Beginn des Sommersemesters richtete das Lehr- und Forschungsgebiet GLA+ in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Hospiz Barsinghausen einen Wochenstegreif aus. Untersuchungsgegenstand war der Garten am denkmalgeschützten Gebäude des Hospizes, ehemals Anna-Forcke-Stift (1908–1991), westlich von Hannover. Von der ursprünglich zu Anfang des 20. Jahrhunderts angelegten Gestaltung sind nur noch wenige Überreste vorhanden. 

Ziel: ein Willkommensort für Gäste 

An das Institut für Landschaftsarchitektur herangetreten waren die Verantwortlichen des Hospizes mit der Frage, wie man aus dem heute strukturarmen Garten einen Aufenthaltsort für die Gäste des Hospizes machen könnte. Im Rahmen des Wochenstegreifs stellten sich vier Bachelorstudierende verschiedener Semester der Aufgabe, einen Vorentwurf für den Hausgarten zu entwickeln.

Unter Anleitung von Prof. Dr. Inken Formann wurde am ersten Tag eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Als historische Substanz konnten dabei Mauer- und Grottenreste aus Schlackesteinen sowie alte Nadelgehölze aus der früheren Gestaltung herausgearbeitet werden. Anschließend widmeten sich die Studierenden der weiteren Quellen- und Literaturrecherche, wobei insbesondere die Felsgärten um 1900 und deren Bepflanzung näher betrachtet wurden.

Denkmalpflege und Nutzungsansprüche 

In der folgenden Entwurfsphase galt es, die historischen Überreste einzubeziehen und gezielte Maßnahmen vorzuschlagen. Eine besondere Herausforderung waren neben der Denkmalpflege, die besonderen Nutzungsansprüche an den Ort.  Berücksichtigt werden mussten etwa Barrierefreiheit und der Umstand, dass Pflanzungen auch aus liegender Position erlebbar sein sollten. Nach einer Woche Bearbeitungszeit entstanden auf vier Postern eine kurze geschichtliche Analyse und Einordnung der Gartengestaltung und des überkommenen Bestands sowie drei verschiedene Vorentwürfe für den weiteren Umgang mit dem Garten.

In einer abschließenden Präsentation konnten die Teilnehmenden ihre Ideen vor Ort präsentieren und mit den Anwesenden diskutieren. Wir danken den Mitarbeitenden des Hospizes für die gelungene Zusammenarbeit.